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Monorail, Linienbusse, Taxis

Unterwegs auf der Hauptinsel Okinawa

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Seit 2003 verkehrt vom Flughafen Naha über 12,8 km durch Naha hindurch bis zur Endstation Shuri eine Monoraillinie namens Yuirail. Viele interessante Punkte in Naha sind erreichbar während der 27-minütigen Fahrt, die auch noch spektakuläre Ausblicke über die Dächer der Hauptstadt hinweg ermöglicht. Tickets für maximal 290 Yen gibt es an den Bahnhöfen, sie müssen bis zum Durchqueren der Schranke am Zielbahnhof aufbewahrt werden.
Linienbusse werden von vier verschiedenen Busgesellschaften gestellt und fahren zu vielen Orten in Okinawa. Allerdings sind die Busse oft alt und durch den allgemein überlasteten und unberechenbaren Verkehr auf Okinawas Straßen auch nicht sehr pünktlich. Schnittpunkte vieler Linien und Informationen gibt es an den Bus-Terminals in Naha, Nago und anderswo sowie telefonisch unter 098-867-7386. Beim Einsteigen nimmt man einen kleinen Zettel mit einer Nummer aus dem bereitstehenden Kasten. Auf einer großen Anzeigetafel vorne im Bus wird angezeigt, wie viel Yen seit der Haltestelle mit dieser Nummer an Fahrgeld angefallen sind. Beim Aussteigen legt man den Betrag in die Box neben dem Fahrer; 1000-Yen-Scheine und Münzen werden gewechselt. (Innerhalb des Stadtgebiets von Naha gilt ein Pauschalpreis).
In Okinawa sind die zahlreich vorhandenen, bunten Taxis eine echte Alternative. Das Fahrgeld beginnt bei einem Betrag zwischen 440 und 500 Yen, der außen angeschrieben steht. Die Fahrpreise sind deutlich niedriger als in Deutschland oder anderswo in Japan. Besonders bei mehr als einem oder zwei Reisenden schlägt der Taxipreis oft auch den Buspreis. Es empfiehlt sich, das Fahrtziel aufgeschrieben vorzuzeigen, möglichst in Kanji-Schriftzeichen, wobei die Leute in Okinawa überall gern behilflich sind. Taxifahrer in Okinawa verstehen nicht immer Englisch, sind aber oft sehr freundlich.
Für Ausflüge zu mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichenden Zielen besteht auch die Möglichkeit, ein Taxi mit Fahrer zu mieten. Der Preis für einen halben Tag schwankt für bis zu vier Personen zwischen 8.000 und 12.000 Yen, ein ganzer Tag wird mit 14-16.000 Yen berechnet.
Wegen der vielen Reisenden ist Okinawa auch ein Paradies für Mietwagen, die es in der Nähe der Flughäfen und mit Vermittlung von Hotels in jeder Art und Größe gibt. In Japan herrscht allerdings Linksverkehr, der am Anfang einige Aufmerksamkeit erfordert. Trotzdem ist das Fahren in Okinawa, besonders außerhalb der großen Städte, einfacher und angenehmer als man denkt. Generell wird wesentlich langsamer und rücksichtsvoller als in Mitteleuropa gefahren, und alle wichtigen Straßenschilder geben die Richtungen auch in lateinischen Buchstaben an. Das Benzin ist billiger als in vielen europäischen Ländern, und Parken ist in Okinawa bis auf wenige Innenstädte kostenfrei. Ein japanischer oder Internationaler Führerschein mit japanischer Übersetzung ist zum Mieten erforderlich. Übersetzungen bekommt man bei japanischen diplomatischen Vertretungen und beim Automobilclub JAF in Japan. Es besteht Gurtpflicht im Wagen.
Motorräder werden auch gern gemietet für Touren in Okinawas Wilden Norden, nach Yambaru. Auf kleinen Inseln sind Mopeds oft ideale Fortbewegungsmittel. Wegen der vielen Hügel in Okinawa und der Wärme ist Fahrradfahren vielleicht nicht jedem zu empfehlen. Vom Ausleihen von Mofas und Mopeds sowie Fahrrädern im Bereich der großen Städte auf Okinawas Hauptinsel ist jedenfalls abzuraten. Auch enge Straßen sind teilweise viel zu dicht befahren, so dass hier ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.
Wer eine Tagestour innerhalb Okinawas bei einer Reisefirma bucht, hat natürlich überhaupt keine Verkehrsprobleme und kann entspannt im klimatisierten Bus sitzen. Reisefirmen, Hotels und die Touristeninformationen am Flughafen Naha sowie in Makishi (Okiei-dori, nahe dem großen Markt an der Kokusai-dori) helfen beim Buchen.