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2. Überreste der Burg Zakimi – Zakimijo-ato

Eine Festung, die einen wichtigen Beitrag zur Stabilität des Königreichs Ryukyu leistete

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Die Burg Zakimi wurde von Gosamaru, einem großen Feldherren, erbaut, der während der „Sanzan-Zeit“, einer Epoche mit vielen Kämpfen, eine wichtige Rolle gespielt hatte und sehr darum bemüht war. Die neue Burg wurde um 1420 mit dem Ziel gebaut, gegen den König des jüngst vereinigten Reiches gerichtete Kräfte in Schach zu halten. Von der Größe her ist sie eher klein, aber ihre aus Naturstein erbauten Mauern und Tore gehören zu den feinsten und schönsten aller Burgen Okinawas. Damit ist Zakimi eine wichtige historische Stätte, die zeigt, wie hoch der damalige Stand der Technik bei Steinbauwerken war.

 

Informationen zur Einrichtung

Überreste der Burg Zakimi (Zakimijo ato)
座喜味城跡(Zakimijo-ato)
Adresse: 708-6 Zakimi, Yomitan Village, Nakagami-gun, Okinawa 904-0301
Tel.: 098-958-3141
Besichtigung jederzeit und ohne Führung möglich, Eintritt frei
Für ausführlichere Informationen klicken Sie bitte hier

 

Anfahrt

Mit dem Auto (ca. 1 Stunde)
Nehmen Sie am Flughafen Naha die Routen 332, 331, 329, 82 und den Okinawa Expressway (Naha IC bis Ishikawa IC). Dann weiter auf den Routen 73, 58 und 12 etwa 12 km in Richtung Yomitan Village.

MAPCODE (Karten-Code) für das Auto-Navigationssystem: 33 854 486
* „マップコード“ und „MAPCODE“ sind eingetragene Warenzeichen von DENSO.

Mit Monorail (Einschienenbahn) / Bus (ca. 1 Stunde 30 Minuten)
Nehmen Sie am Flughafen Naha die „Yui Rail“ und steigen Sie an der „Asahibashi Station“ aus. Gehen Sie in Richtung Naha Bus Terminal (5 Minuten). Nehmen Sie dort die Yomitan-Buslinie (Nr. 29) und steigen Sie entweder an der Bushaltestelle „Zakimi“ oder „Takashiho Iriguchi“ aus. Von dort aus sind es noch ungefähr 15-20 Minuten zu Fuß.

Siehe bei Google Maps

 

Eine als Festung erbaute Burg

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Die vorderen Mauern der Burg sind in weit ausschlagender Wellenform konstruiert worden, ein Trick, um Angriffe des Feindes besser abwehren zu können. Es wird angenommen, dass die Verteidiger die Feinde so von der Mauer aus sehen konnten, ohne sich darüber beugen zu müssen, und dass diese Bauweise effektiv für Angriffe aus verschiedenen Richtungen war. Es gibt auch eine Passage, die ins Innere der Burg zu führen scheint. Wenn man sie aber entlang geht, gerät man in eine Sackgasse. Dieser „Musha Gakushi“ genannte Trick diente dazu, Feinde zu täuschen, um sie aus dem Hinterhalt attackieren zu können. Es wird deutlich, dass es sich bei Zakimi um eine Festung handelte, die bestens auf Angriffe vorbereitet war.

 

Burgbautechnik allererster Güte

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Die Burg Zakimi wurde auf rotem Lehmboden erbaut, der „Kunigami Maaji“ genannt wird. Die wellenförmige Linienführung der Burgmauer, die einem japanischen Byobu, einem mehrteiligen  Wandschirm, gleicht, und ihre stattliche Stärke wurden nicht nur aus militärischen Überlegungen heraus ausgeführt, sondern dienten auch dazu, den weichen Untergrund zu kompensieren und eine nicht zerstörbare Struktur zu schaffen. Das Mauerwerk der Burg wurde mithilfe von zwei Techniken erbaut: „Aikata-zumi“, bei der Steine miteinander verzahnt aufgeschichtet wurden, und „Nuno-zumi“,  eine Technik, die man auch in der Burgarchitektur Japans findet. Das Burgtor ist das älteste noch vorhandene bogenförmige Tor in Okinawa. Im Mittelteil des Torbogens wurden Keile verwendet, um seine Stabilität zu verbessern. Diese einzigartige Konstruktionsweise kann man nur bei Zakimi sehen, und sie symbolisiert den hohen Stand der Bautechnik der Zeit von Gosamaru.

 

Schöne Aussicht von der Burgmauer

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Zakimi liegt auf einem Hügel, der sich etwa 125 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. An einem sonnigen Tag kann man in der Ferne Naha City erblicken, wo sich das Schloss Shuri befindet. Ein Merkmal der Burgmauer ist ihre Breite: 5 bis 6 Erwachsene können nebeneinander auf ihr  stehen. Zakimi und die Burg Nakagusuku sind die einzigen Anlagen, bei denen man auf den Burgmauern stehen kann (einige Bereiche sind für Besucher gesperrt). Da die Besichtigung kostenlos und jederzeit möglich ist, können Sie die Burg besuchen, wann immer Sie wollen. Wenn Sie am späten Nachmittag kommen und auf die Burgmauer steigen, können Sie erleben, wie die Abendsonne malerisch im ostchinesischen Meer versinkt.

 

Kolumne – Die durch internationalen Handel erworbene Webtechnik Yuntanzan Hanaui

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In der Zeit von Gosamaru im 15. Jahrhundert fand in einem Hafen in der Nähe der Burg Zakimi ein reger Handel mit anderen Ländern statt. Heute geht man davon aus,  dass dabei eine Webtechnik aus Südostasien eingeführt wurde, welche die Wurzel des in Yomitan Village hergestellten Webstoffes „Yuntanzan Hanaui“ bildet. Yuntanzan Hanaui wurde auf Grundlage dieser Technik als Stoff für den Königshof von Ryukyu hergestellt und über viele Generationen hinweg weitergegeben. Nach Beginn der Meiji-Zeit wurde die Produktion infolge der Industrialisierung der Weberei vorübergehend unterbrochen. Später, im Jahr 1964, wurde sie aber wieder aufgenommen, vor allem aufgrund des Engagements von Freiwilligen. Inzwischen ist der Webstoff zu einem immateriellen Kulturgut der Präfektur Okinawa und zu einem vom Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie anerkannten traditionellen Kunsthandwerk erklärt worden.

 

1. Überreste der Burg Nakijin – Nakijinjo-ato

3. Überreste der Burg Katsuren – Katsurenjo-ato

4. Überreste der Burg Nakagusuku – Nakagusukujo-ato

5. Überreste des Schlosses Shuri – Shurijo-ato

6. Königliches Mausoleum Tama-udun (Tama-udun)

7. Steinernes Tor Sonohyan-utaki (Sonohyan-utaki-ishimon)

8. Königlicher Garten Sikina-en – Shikina-en

9. Die heilige Stätte Sefa-Utaki (Sefa-Utaki)

 

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