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8. Königlicher Garten Sikina-en – Shikina-en

Der Grund, aus dem der Garten Shikina-en angelegt wurde

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Shikina-en war eine Zweitresidenz der königlichen Familie. wurde im Jahre 1799 angelegt, auch, um Abgesandte der chinesischen Kaiser, die Sappushi, zu unterhalten. Im 15. und 16. Jahrhundert war das Königreich Ryukyu ein Ort, an dem der Umschlaghandel blühte, da es zwischen China, Japan, Korea und den südostasiatischen Ländern lag. China, das damalige Machtzentrum der Region, hatte eigene Regeln für den diplomatischen Verkehr festgelegt, die sogenannten „Sappu“. Um Handel mit China treiben zu können, mussten die Könige anderer Länder sich vom chinesischen Kaiser bestätigen lassen, z.B. als „Könige des Reiches Ryukyu“. Dieses System wurde „Sappu Taisei“ genannt. Jedes Mal, wenn ein neuer König den Thron bestieg, schickte der chinesische Kaiser Gesandte, um ihm eine Ernennungsurkunde (Shosho) zu übergeben, die seinen Titel bestätigte. Die Bankette, die im Shikina-en zur Unterhaltung der Gesandten stattfanden, galten als wichtige tionale Aufgabe, um gute Beziehungen zu China aufrechtzuerhalten.

 

Informationen zur Einrichtung

Königlicher Garten Shikina-en (Shikina-en)
識名園(Shikina-en)
Adresse: 421-7 Maji, Naha City, Okinawa 902-0072
Tel.: 098-917-3501
Für ausführlichere Informationen klicken Sie bitte hier

 

Anfahrt

Mit dem Auto (20 bis 40 Minuten)
Nehmen Sie am Flughafen Naha die Routen 332 und 329. Fahren Sie an der Kreuzung Uema geradeaus auf Route 82. Kurz vor dem Shikina-en biegen Sie links in die Route 222 ein.

 MAPCODE (Karten-Code) für das Auto-Navigationssystem: 33 131 090
 * „マップコード“ und „MAPCODE“ sind eingetragene Warenzeichen von DENSO.

Mit dem Bus
Nehmen Sie eine der folgenden, innerstädtischen Buslinien: Shikina-Kainan-Buslinie (Nr. 2), Matsugawa Shintoshin-Buslinie (Nr. 3), Arakawa-Omoromachi-Buslinie (Nr. 4), die Shikina-Makishi-Buslinie (Nr. 5) oder die Makishi-Kainan-Ringbusline (Nr. 14).Steigen sie an der Bushaltestelle „Shikinaen-mae“ aus.

Mit der Monorail (Einschienenbahn, ca. 40 Minuten)
Nehmen Sie am Flughafen Naha die „Yui Rail“ und steigen Sie am Bahnhof „Shuri Station“ aus. Von dort sind es noch ungefähr 15 Minuten zu Fuß.

Siehe bei Google Maps

 

Veranstaltungsinformationen

Führung durch die Weltkulturerbe-Stätte Shikina-en

Datum: jeden 3. Sonntag in ungeraden Monaten von 9:00 bis 10:00 Uhr (1 Stunde)
Detail: Beschreibung: Lauschen Sie den Erläuterungen eines Mitarbeiters der Einrichtung und lernen Sie mehr über die Weltkulturerbestätte Shikina-en. Teilnahme an der Führung und Eintritt sind kostenlos. Bitte versammeln Sie sich vor Beginn der Führung an der Kasse.
*Diese Führung wird nur auf Japanisch angeboten.

 

Zweitresidenz für Unterhaltungszwecke

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Der Garten ist als „Kaiyushiki-teien“ oder Wandelgarten angelegt, ein Gartentyp, der von vielen mächtigen Territorialherren des vormodernen Japans geliebt wurde. Eine Bogenbrücke im chinesischen Stil spannt sich über den großen Teich in der Mitte des Gartens. Ein ebenfalls im chinesischen Stil gehaltener, sechseckiger Pavillon, der „Rokkakudo“, liegt auf einer kleinen Insel in der Mitte des Teichs und die Pfade sind so angelegt, dass die Besucher bei einem Spaziergang um den Teich herum verschiedene Blicke auf den Garten genießen können. Nahe dem Rand des Teichs steht auch das Residenzgebäude „Udun“ im traditionellen Ryukyu-Stil mit rotem Ziegeldach, das als offizielles Gästehaus fungierte. Im Shikina-en können Sie die einzigartige Ryukyu-Gartenkultur kennen lernen , bei der Gebäude im Ryukyu- und im chinesischen Stil inmitten üppiger Natur nebeneinander existieren.

 

Ein mit Steinen gepflasterter Weg, der zur Inszenierung von Gastfreundschaft diente

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Der Weg am Haupttor, an dem die Gäste empfangen wurden, ist mit Steinen aus Ryukyu-Kalkstein gepflastert. Nachdem man auf der Straße eine Zeit lang durch dichten Wald spaziert ist, öffnet dieser sich plötzlich und es bietet sich ein beeindruckender Blick auf das Udun, und den anmutigen Teich.

Früher pflanzte man rund um den Teich Gewächse an, die repräsentativ für die vier Jahreszeiten in Japan waren, im Frühjahr etwa blühten die Pflaumenbäume, im Sommer die Japanische Wisteria und im Herbst die Ballonblume. Das ermöglichte es, den Wandel der Jahreszeiten sogar in einer südlich gelegenen Region wie Okinawa zu genießen. Heute wachsen hier neben einigen auch in Japan verbreiteten Bäumen wie der Kirsche , der Pflaume und der Weide auch einheimische Gewächse, die man nur in Okinawa sehen kann, z.B. die Ryukyu-Kiefern (Pinus luchuensis), Sagopalmfarne und Barringtonia. Diese Kombination aus japanischen und einheimischen Pflanzen ist ein wesentlicher Bestandteil der Landschaftsgestaltung des Shikina-en.

 

Eine für ihr klares Wasser gerühmte Quelle

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Im Shikina-en befindet sich auch die „Ikutokusen“ genannte Quelle, aus der heute noch Wasser hervorquillt. Sie ist zum nationalen Naturdenkmal erklärt worden, da hier die Rotalgenart Thorea gaudichaudii vorkommt, die nur in klarem Süßwasser überleben kann. Dahinter steht eine Stele von chinesischen Gesandten, deren Inschrift die Klarheit der Quelle preist.

 

Kolumne – Gartengestaltung, die den Eindruck eines großen Landes erwecken sollte

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Der „Kankodai“, von dem aus man den schönsten Blick auf den Shikina-en hat, ist ein Aussichtspunkt, der für die chinesischen Gesandten angelegt worden war, um ihnen den Garten zu zeigen. Dabei wurden die geografischen Gegebenheiten so geschickt ausgenutzt, dass der Blick aufs Meer versperrt bleibt und sich vor den Gesandten nur eine weitläufige ländliche Landschaft erstreckte. Dieser Trick sollte bei den Gesandten anscheinend den Eindruck entwickeln, das Königreich Ryukyu sei ein großes Land. Darüber hinaus gab es in der Nähe des Kankodai auch bestellte Felder. Wahrscheinlich wollte die Regierung damit implizieren, dass es sich um fruchtbares Land mit reichen Ernten handelte. Auch gibt es hier Obstgärten, in denen bis heute Bananen, japanische Pflaumen und Litschi angebaut werden.

 

1. Überreste der Burg Nakijin – Nakijinjo-ato

2. Überreste der Burg Zakimi – Zakimijo-ato

3. Überreste der Burg Katsuren – Katsurenjo-ato

4. Überreste der Burg Nakagusuku – Nakagusukujo-ato

5. Überreste des Schlosses Shuri – Shurijo-ato

6. Königliches Mausoleum Tama-udun (Tama-udun)

7. Steinernes Tor Sonohyan-utaki (Sonohyan-utaki-ishimon)

9. Die heilige Stätte Sefa-Utaki (Sefa-Utaki)

 

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