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1. Überreste der Burg Nakijin – Nakijinjo-ato

Die Burg, die während der Sanzan-Zeit Sitz des Königs von Hokuzan war

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Vor langer Zeit herrschte in Okinawa Bürgerkrieg, eine Periode, die als „Sanzan-Zeit“ bekannt ist und in der Ryukyu in drei Reiche aufgeteilt war: Hokuzan, Chuzan und Nanzan. Nakijin war die Burg des Königs von Hokuzan, dessen Herrschaftsgebiet sich vom Norden der Hauptinsel Okinawa bis zur weit entfernten Amami-Region erstreckte. Allerdings wurde er 1416 von Sho Hashi, dem Herrscher von Chuzan, besiegt, und nachdem Sho Hashi die drei Reiche zum Königreich Ryukyu vereinigt hatte, wurde Nakijin zum Sitz von Beamten, die von der Regierung des Königreichs Ryukyu entsandt wurden. Der Umfang der Burgmauer beträgt 1,5 km. An der höchsten Stelle ist sie 8 m hoch, und insgesamt gesehen ist die Burg die zweitgrößte nach dem Schloss Shuri.

 

Informationen zur Einrichtung

Überreste der Burg Nakijin (Nakijinjo-ato)
今帰仁城跡(Nakijinjo-ato)
Adresse: 5101 Imadomari, Nakijin Village, Kunigami-gun, Okinawa 905-0428
Tel.: 0980-56-4400
Für ausführlichere Informationen klicken Sie bitte hier

Führungen
Ehrenamtliche Fremdenführervereinigung Nakijin Gusuku wo Manabu Kai
Tel.: 0980-56-4406 (von 9:00 bis 18:00 Uhr)
Führungen auf Englisch und Spanisch sind möglich (Reservierung erforderlich)

 

Anfahrt

Mit dem Auto (ca. 1 Stunde und 50 Minuten)
Nehmen Sie vom Flughafen Naha die Route 332, 331, 329, 82 und den Okinawa Expressway (Naha IC bis Kyoda IC). Als Nächstes nehmen Sie die Routen 58 und 505, fahren 5 km weit und biegen am Wegweiser zur Burg links ab.

MAPCODE (Karten-Code) für das Auto-Navigationssystem: 553 081 414
* „マップコード“ und „MAPCODE“ sind eingetragene Warenzeichen von DENSO.

Bus (ca. 3 Stunden und 30 Minuten)
Nehmen Sie am Flughafen Naha den Express-Bus 111 und steigen Sie am Nago Bus Terminal, der letzten Haltestelle, aus. Dann nehmen Sie am Nago Bus Terminal die Bus Linie 66 und steigen an der Haltestelle „Nakijin Joseki Iriguchi“ aus. Von dort sind es noch ungefähr 15 Minuten zu Fuß.

Siehe bei Google Maps

 

Veranstaltungsinformationen

Nakijin-Gusuku Sakura Matsuri (Kirschblütenfest)

Später Januar bis früher Februar
Während der gesamten Veranstaltungsdauer werden die Kirschblüten am Abend beleuchtet.
Tel.: 0980-56-2101

 

Eine aus uralten Steinblöcken erbaute Burg

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Ein Großteil der Burgmauern der anderen Gusuku wurde aus Ryukyu-Kalkstein errichtet. Dieser war durch Ablagerung kalkhaltiger Korallen entstanden und vergleichsweise leicht zu bearbeiten. Im Gegensatz zu diesen Burgmauern wurde Nakijin aus harten Steinblöcken aus paläozoischem Kalkstein erbaut, wie man ihn auf dem Gelände der geplanten Burg vorfand. Da das Gestein aus der erdgeschichtlichen Frühzeit stammt, werden in der Mauer häufig Ammoniten und andere Fossilien entdeckt. Eines der Merkmale der Burgmauer ist, dass sie mithilfe der ältesten, „Nozura-zumi“ genannten Bautechnik errichtet worden ist, die beim Aufstapeln der Mauerblöcke die natürliche Formung der Steine ausnutzt.

 

Die einzigartige Burgbautechnik von Ryukyu

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Mit dem Bau der Burgmauer von Nakijin wurde gegen Anfang des 14. Jahrhunderts begonnen. Im Gegensatz zu den geradlinigen Burgmauern in Japan wurde der Baustil durch China beeinflusst, mit dem das Königreich Ryukyu damals diplomatische Beziehungen unterhielt. Aus Naturstein bestehende Burgmauern wurden im Königreich Ryukyu 300 Jahre früher gebaut als in Japan. Der Hauptgrund, warum die Mauer in einer weit ausschlagenden Wellenlinie errichtet wurde, war die Verbesserung der Schutzfunktion gegen Feinde. Die riesige Felsplatte, die auf dem „Heiroumon“, dem Haupttor, angebracht wurde, verstärkt noch den Eindruck der Wehrhaftigkeit der Burg.

 

Ein alter Weg, der uns die Geschichte spüren lässt

In der Mitte der Treppe, die vom Haupteingang gerade aufwärts ins Innere der Burg führt, gibt es auf der rechten Seite einen alten Weg. Er wurde unter Ausnutzung der Landschaftsform angelegt und diente lange Zeit als Weg vom Haupttor. Es ist ein Ort, an dem man sich gut vorstellen kann, wie hier vor langer Zeit Könige und Königinnen kamen und gingen.

 

Kolumne – Ein Gedenkstein, der die zarte Liebe einer schönen Frau besingt

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Es lebte einmal eine Frau von großer Schönheit, die den Namen Shigema Utudaru trug und Konkubine des Königs von Hokuzan war. Sie war vernarrt in den Sohn des Königspaares und riskierte ihr Leben, um den Prinzen zu schützen, als es zu Konflikten um die Nachfolge kam. Die herzensgute Shigema Utudaru wurde später als Gottheit verehrt und „Nakijin Ukami“ genannt. Ein Gedicht über ihre zarte Liebe, das von einem anonymen Dichter stammte, erfreute sich unter der Bevölkerung so großer Beliebtheit, dass es auf einen Gedenkstein eingraviert wurde. Er befindet sich am „Uumiyaa“, dem Hauptplatz der Burg.

 

2. Überreste der Burg Zakimi – Zakimijo-ato

3. Überreste der Burg Katsuren – Katsurenjo-ato

4. Überreste der Burg Nakagusuku – Nakagusukujo-ato

5. Überreste des Schlosses Shuri – Shurijo-ato

6. Königliches Mausoleum Tama-udun (Tama-udun)

7. Steinernes Tor Sonohyan-utaki (Sonohyan-utaki-ishimon)

8. Königlicher Garten Sikina-en – Shikina-en

9. Die heilige Stätte Sefa-Utaki (Sefa-Utaki)

 

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