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4. Überreste der Burg Nakagusuku- Nakagusukujo-ato

Die Burg des großen Feldherrn Gosamaru, der in bewegten Zeiten lebte

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Die Burg Nakagusuku wurde gebaut, um Angriffe aus dem Osten abzuwehren, die von der Burg Katsuren ausgingen. Der bedeutende Feldherr Gosamaru erhielt vom König den Befehl , hierher umzuziehen. Die Burg liegt auf einem 167 Meter hohen Hügel und von den Burgmauern aus hat man einen weiten Blick über das umliegende Meer. Einige Mauern der Burg wurden von Gosamaru im 15. Jahrhundert gebaut, der auch als großer Burgenbauer bekannt war. Diese können mit den davor gebauten Mauern verglichen werden, was wertvolle Einsichten in die Entwicklung des Burgenbaus in Ryukyu gibt.

 

Informationen zur Einrichtung

Überreste der Burg Nakagusuku (Nakagusukujo-ato)
中城城跡(Nakagusukujo-ato)
Adresse: 503 Ogusuku, Kitanakagusuku Village, Nakagami-gun, Okinawa 901-2314
Tel.: 098-935-5719
Für ausführlichere Informationen klicken Sie bitte hier

Führungen
Ehrenamtliche Fremdenführervereinigung „Gusuku no Kai“
Tel: 098-935-5719 (Reservierung erforderlich*, mindestens 1 Woche im Voraus)
Kostenlos
*Reservierung und Führung sind nur auf Japanisch möglich.

 

Anfahrt

Mit dem Auto
Nehmen Sie am Flughafen Naha die Route 329 und fahren Sie Richtung Norden. Nachdem Sie Yonabaru und Nishihara passiert haben, biegen Sie bitte an der Kreuzung Nakagusuku Koen Iriguchi links ab. Dann die Route 146 weiterfahren (Gesamtfahrtdauer ca. 50 Minuten). Parkplatz und Eingang zur Burg erscheinen auf der linken Seite.

Bei Verwendung des Okinawa Expressway fahren Sie von der Auffahrt Naha IC bis zur Abfahrt Kitanakagusuku IC (Fahrtdauer ca. 30 Minuten).

MAPCODE (Karten-Code) für das Auto-Navigationssystem: 33 411 581
* „マップコード“ und „MAPCODE“ sind eingetragene Warenzeichen von DENSO.

Mit Monorail (Einschienenbahn) / Bus
Nehmen Sie am  Flughafen Naha die „Yui Rail“ und steigen Sie am Bahnhof Asahibashi aus. Gehen Sie in Richtung Naha Bus Terminal (5 Minuten). Dort nehmen Sie die Toyo-Buslinie (Nr. 30) und steigen an der Bushaltestelle „Nakagusuku Shogakko“ aus. Von dort aus sind es noch ungefähr 2 Kilometer geradeaus (mehr als 30 Minuten zu Fuß auf steilem Weg / 5 Minuten mit dem Taxi).

Siehe bei Google Maps

 

Veranstaltungsinformationen

Tsuwabuki Matsuri (Leopardenpflanzen-Fest)

Jedes Jahr im Dezember/Januar
Die Burgruine Nakagusuku  gilt als berühmter Ort für Leopardenpflanzen (auf Japanisch: Tsuwabuki). Das Fest findet statt, wenn die Leopardenpflanzen in voller Blüte stehen, und hier können Sie Aufführungen von traditionellen Tänzen genießen und selbst das Trommeln auf Taiko ausprobieren.

Beobachtung des ersten Sonnenaufgangs im neuen Jahr (kostenpflichtig)

Am Neujahrsmorgen  (ab 6 Uhr)
Ein Ereignis, bei dem der erste Sonnenaufgang des neuen Jahres betrachtet und der Beginn des neuen Jahres gefeiert wird.

 

Eine Burg, die von Commodore Perrys Expedition gerühmt wurde

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Die Burg Nakagusuku besteht aus sechs aneinander gereihten Einfriedungen, ein Stil, der „Renkaku Shiki“ genannt wird. Große Teile der Burg waren von früheren Burgherren gebaut worden, aber die „Kita no Kuruwa“ (nördliche Einfriedung) und die „San no Kuruwa“ (dritte Einfriedung) wurden von Gosamaru zur Vorbereitung auf kommende Kriege errichtet, nachdem er Herr der Burg geworden war. Dabei verwendete er hochentwickelte Mauerbau-Techniken: Bei den Mauern kam die „Aikata-zumi“ genannte Technik zur Anwendung, bei der Steine zu vieleckigen Formen zurecht geschnitten und beim Aufschichten miteinander verzahnt wurden, während das Haupttor in Bogenform errichtet wurde. US-Commodore Perry, der gegen Ende der Edo-Zeit zuerst nach Ryukyu, dann nach Japan gekommen war, entsandte 1853 eine Expedition zur Burg, die das Mauerwerk als „bewundernswerte Konstruktion“ pries.

 

Verfolgen Sie den Wandel der Mauerbautechniken

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Da die Burg Nakagusuku im Zweiten Weltkrieg relativ gering beschädigt worden war und so ihre ursprüngliche Form beibehalten hatte, kann man an ihr gut den Wandel der Mauerbautechniken nachverfolgen. Die südliche Einfriedung wurde in der Technik des „Nozurazumi“ errichtet, während im Bereich vom Haupttor bis zur zweiten Einfriedung ein „Nunozumi“ genanntes Verfahren zur Anwendung kam. Für die dritte Einfriedung benutzte Gosamaru „Aikatazumi“, die modernste Mauerbautechnik seiner Zeit. Die übliche Besichtigungsroute beginnt am hinteren Tor, aber wenn Sie den Wandel der Mauerbautechnik in chronologischer Reihenfolge verfolgen möchten, starten Sie Ihren Rundgang besser am Haupttor im inneren Bereich.

 

Kolumne – Die Burg, in der Gosamaru ein tragisches Ende fand

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Gosamaru hatte den Befehl erhalten, von der Burg Zakimi zur Burg Nakagusuku umzuziehen, um Amawari, den zu mächtig gewordenen Herrn der Burg Katsuren, unter Kontrolle zu bringen. Allerdings wurde Gosamaru später aufgrund einer gegen ihn gerichteten Intrige der Rebellion verdächtigt und von der königlichen Regierung angegriffen. Er leistete keinen Widerstand und übergab Nakagusuku. Dann tötete er sich, seine Kinder und seine Frau in der Burg. In den Geschichtsbüchern wird Gosamaru als Mann beschrieben, der der königlichen Regierung in Shuri bis zum tragischen Ende seines Lebens treu geblieben ist.

 

1. Überreste der Burg Nakijin – Nakijinjo-ato

2. Überreste der Burg Zakimi – Zakimijo-ato

3. Überreste der Burg Katsuren – Katsurenjo-ato

4. Überreste der Burg Nakagusuku – Nakagusukujo-ato

5. Überreste des Schlosses Shuri – Shurijo-ato

6. Königliches Mausoleum Tama-udun (Tama-udun)

7. Steinernes Tor Sonohyan-utaki (Sonohyan-utaki-ishimon)

8. Königlicher Garten Sikina-en – Shikina-en

9. Die heilige Stätte Sefa-Utaki (Sefa-Utaki)

 

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