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3. Überreste der Burg Katsuren – Katsurenjo-ato

Eine alte Burg auf felsigem Hügel

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Bei der Ruine der Burg Katsuren handelt es sich um eine Burg, bei der vier Ebenen in Terrassenform platziert sind, ein Baustil, der „Teikaku Shiki“ genannt wird. Beim Bau der Burgmauer wurden die natürlichen Begebenheiten mit einbezogen und die Steinmauern am Rand der steilen Klippen errichtet. Es sind hier viele alte, aus Japan importierte Ziegel ausgegraben worden, und man hat auch in den Fels getriebene Löcher für Säulen gefunden. Die Tatsache, dass es hier ziegelgedeckte Gebäude gab, die im Mittelalter noch ungewöhnlich waren, untermauert die These, dass es sich um eine blühende Burg gehandelt haben muss.

 

Informationen zur Einrichtung

Überreste der Burg Katsuren (Katsurenjo-ato)
勝連城跡(Katsurenjo-ato)
Adresse: 3908 Katsurenhaebaru, Uruma City, Okinawa 904-2311
Tel.: 098-978-7373
Besichtigung jederzeit und ohne Führung möglich, Eintritt frei
Für ausführlichere Informationen klicken Sie bitte hier

 

Anfahrt

Mit dem Auto (ca. 1 Stunde)
Nehmen Sie am Flughafen Naha die Routen 332, 331, 329 und 82, und fahren Sie Sie dann an der Auffahrt Naha (Naha IC) auf den Okinawa Expressway. Dann nehmen Sie die Abfahrt Okinawa-Kita IC und fahren die Routen 36, 33 und 16 weiter. Wenn Sie die Route 16 entlang fahren Richtung Katsuren, können Sie auf der linken Straßenseite Parkplatz und Informationsgebäude zur Burgruine Katsuren sehen.

MAPCODE (Karten-Code) für das Auto-Navigationssystem: 499 570 140
* „マップコード“ und „MAPCODE“ sind eingetragene Warenzeichen von DENSO.

Mit der Monorail (Einschienenbahn) / Bus (ca. 2 Stunden)
Nehmen Sie am Flughafen Naha die Monorail-Linie „Yui Rail“ und steigen Sie am Bahnhof Asahibashi aus. Gehen Sie in Richtung Naha Bus Terminal (5 Minuten). Nehmen Sie dort die Yokatsu-Buslinie (Nr. 52) und steigen Sie an der Bushaltestelle „Katsuren Danchimae“ aus. Von dort aus sind es noch ungefähr 5 Minuten zu Fuß.

Siehe bei Google Maps

 

Eine Silhouette, die einem Segelschiff gleicht

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Vom Platz vor der Burg haben Sie einen umfassenden Blick auf die Frontseite der Burgruine. Ein auffälliges Merkmal von Katsuren sind die in besonders sanften Bögen errichteten Steinmauern. Die auf einem Hügel in den blauen Himmel hinein ragende Silhouette der Burg ist mit einem großen Segelschiff verglichen worden. Es ist ein malerischer Ort, der vom höchsten Punkt der Halbinsel in 98 Meter Höhe aus einen wunderschönen Rundumblick bietet. Die Wege der Burg sind steil, weil sie sich an die Berghänge anschmiegen. Achten Sie also bitte darauf, besonders vorsichtig zu sein, wenn Sie die Steinstufen erklimmen, da sie oft rutschig sind.

 

Die Felsenburg des legendären Helden Amawari, der von den Einheimischen verehrt wird

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Die Burg Katsuren war der Wohnsitz des Fürsten Amawari. Dieser war Burgherr geworden, um der unter Missregierung leidenden Bevölkerung zu helfen, was ihm gelang, indem er Katsuren durch Überseehandel zu Wohlstand verhalf. Nach dem Tod von König Sho Hashi, der Ryukyu vereinigt hatte, rebellierte Fürst Amawari , wurde jedoch 1458 von der Armee des Königreiches Ryukyu besiegt, wobei auch die Burg Katsuren fiel.
In der offiziellen Geschichte des Königreiches Ryukyu wird sein Aufstand als die „Rebellion von Gosamaru und Amawari“ bezeichnet, aber im Gedichtband „Omorososhi“, oft als Okinawas Manyoshu (die älteste japanische Gedichtsammlung) bezeichnet, wird er als beliebter und für seine Taten gepriesener Fürst beschrieben. Deswegen gibt es in letzter Zeit lokale Anstrengungen, seine Leistungen neu zu bewerten. So wird eine moderne, von Kindern dargebotene Version eines „Kumiodori“-Stücks (ein traditioneller narrativer Tanz), dessen Thema das Leben des Amawari ist, wird heutzutage häufig aufgeführt.

 

Kolumne – Eine Königin, deren Leben von der Politik bestimmt wurde

Momoto Fumiagari, die Gemahlin des Fürsten Awamari, galt als wunderschöne Frau. Als Tochter des Königs von Ryukyu geboren, war sie aus politischen Gründen gezwungen worden, Amawari zu heiraten. Doch aufgrund eines Streits zwischen ihrem Vater Sho Taikyu und ihrem Gemahl Awamari musste sie ins Schloss Shuri zurückkehren. Ihr zweiter Mann Uniufugushiku fiel ebenfalls den Machtkämpfen der damaligen Zeit zum Opfer. Obwohl ihr gesamtes Leben von politischen Unsicherheiten geprägt war, lebte sie es doch voller Anmut, was dazu geführt hat, dass es in vielen Romanen und Dramen beschrieben worden ist.

 

1. Überreste der Burg Nakijin – Nakijinjo-ato

2. Überreste der Burg Zakimi – Zakimijo-ato

4. Überreste der Burg Nakagusuku – Nakagusukujo-ato

5. Überreste des Schlosses Shuri – Shurijo-ato

6. Königliches Mausoleum Tama-udun (Tama-udun)

7. Steinernes Tor Sonohyan-utaki (Sonohyan-utaki-ishimon)

8. Königlicher Garten Sikina-en – Shikina-en

9. Die heilige Stätte Sefa-Utaki (Sefa-Utaki)

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